9 Schritte zu deinem konstruktiven Jahresrückblick

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Denkst Du am Jahresende an Deinen Jahresabschluss? Der Blick auf die Zahlen ist für Dich wahrscheinlich selbstverständlich. Oft ist dieser mit gemischten Gefühlen verbunden. Verlasse Dich nicht allein auf Dein Gefühl. Die Zahlen bilden nur einen Teil des Ganzen ab. Für Dich und Dein Unternehmen sind neben den harten Zahlen noch andere Faktoren relevant: Betrachtest Du z.B. die Entwicklungen, gelaufene Projekte oder Prozesse, dann kannst Du Erfolge und notwendige Optimierungen konkret fassen. Das gehört für mich in einen konstruktiven Jahresrückblick. Dieser ist außerdem ein wichtiger Aspekt für die Planung des neuen Jahres. Durch den Jahresrückblick  

  • bekommst Du eine aktuelle und umfassende Bestandsaufnahme. 
  • kannst Du Deine strategische Ausrichtung prüfen und planen
  • startest Du mit unternehmerischer Klarheit ins neue Jahr. 

Warum ein Jahresrückblick, wenn Du vorankommen willst: 3 Gründe

Das Jahr ist rum. Abhaken und weiter gehts. Kannst Du so machen, empfehle ich Dir aber nicht. Ich weiß, wie es ist, wenn der Ehrgeiz schnell zum nächsten Schritt will. Gibst Du dem unreflektiert nach, dann übersiehst Du leicht wichtige Aspekte, die für den Erfolg in der nächsten Etappe wichtig sind. Also, lass mich Dir drei wesentliche Argumente für einen Jahresrückblick mitgeben. 

1. Grund: Du blickst zuversichtlich in die Zukunft

Hast Du ein positives Bild von dem vergangenen Jahr, dann bist Du zufriedener und Deine Erwartungen das neue Jahr sind positiv. Das gibt Dir neuen Schwung, Deine Vorhaben im nächsten Jahr anzugehen. 

Positive Gefühle schaffen positive Ergebnisse.

2. Grund: Du rückst das große Ganze wieder in den Fokus

Zeitdruck und Hektik im Alltag können dafür sorgen, dass Deine Vision oder Dein Warum untergehen. Das führt dazu, dass Du den eigentliche Sinn Deines täglichen Tuns aus dem Fokus verlierst. Durch die Reflexion stellst Du Dein Handeln wieder in einen größeren Zusammenhang, vielleicht sogar weit über Deine Unternehmensvision hinaus. Das stärkt Dein Gefühl, etwas Bedeutsames zu tun. Dein tägliches Tun bekommt einen höheren Wert. Das Wiederum wirkt sich positiv auf Deine Produktivität und Zufriedenheit im Business aus. 

3. Grund: Du erkennst neue Möglichkeiten 

Bist Du zuversichtlich, optimistisch und setzt Dein Handeln in einen größeren Zusammenhang, dann erweiterst Du Deine Perspektive.  Zufriedene und optimistische Menschen sind kreativer, motivierter und haben mehr Energie. Dadurch weitet sich Dein Blick und Du erkennst neue Möglichkeiten und Chancen, wie Du Deine Ziele leichter erreichen kannst. Das fördert Dein persönliches Wachstum als Unternehmer sowie das Deines Unternehmens. 

Glaubst Du, dass Du Dir etwas schön redest, wenn Du Dich auf das Positive konzentrierst?
Natürlich gibt es auch Misserfolge und negative Ereignisse.  Nach meiner Erfahrung behaupte ich, dass Du Dich oft mit den negativen Seiten beschäftigt hast. Das passiert schnell: Die Nachrichten, SocialMedia Kanäle, Menschen in Deinem Alltag – Alles das fördert negative Gedanken und Gefühle.

Du darfst Dich entscheiden nun auch das Positive zu sehen. Ganz bewusst. Damit Du Dein Jahr mit einem zufrieden Gefühl beendest und motiviert Deine Pläne im neuen Jahr angehst.  

Gehen wir Deinen Jahresrückblick an. 

Jahresreflektion Unternehmer

Dein Jahresrückblick in 8 Schritten

1. Sei dankbar 

Dankbarkeit ist für mich ein wesentlicher Punkt, um bei allen Herausforderungen im Business, den Mut und die Zuversicht zu behalten. Dankbarkeit ist für mich keine Methode, sondern eine Haltung, die Dein Mindset prägt. Wie auch in meiner Reflektion im Alltags, hat sie einen festen Platz in der Jahresreflektion.  Warum empfehle ich Dir das auch zu tun?

In dem Du dankbar bist und Dich darin immer wieder übst, fokussierst Du Dich auf das Gute, die positiven Ereignisse. Das bedeutet nicht, dass Enttäuschungen oder Hindernisse nicht da sind. Nein, Du erkennst dadurch, wie Dein Business, Dein Leben ist, obwohl die anderen Dinge auch da sind. Empfindest Du echte Dankbarkeit, dann kannst Du nicht zeitgleich frustriert sein. 

 Sind beispielsweise Deine Umsätze oder Dein Gewinn in diesem Jahr nicht geflossen, wie erwartet, dann kann Dankbarkeit besonders hilfreich sein. Dein Business ist nur ein Teil Deines Lebens. Viele Unternehmer neigen dann dazu, alles schlecht zu reden. Das ist es nicht. Sieh Dir Deine anderen Lebensbereiche an. Mehr dazu, findest Du in diesem Artikel.

Ich weiß, dass es schwierig sein kann, unter Druck und Stress, das Gute zu erkennen. Vielleicht hast Du noch einige unerledigte Punkte auf Deiner Agenda. Das ist okay. Entscheide Dich jetzt bewusst, Deinen Fokus auf das Positive zu lenken. 

2. Verschaffe Dir eine gute Atmosphäre für den Jahresrückblick

Für Deinen Jahresrückblick ziehe Dich aus dem operativen Geschäft zurück. In einer entspannen Atmosphäre, weit weg von Deadlines, Terminen und anderen Dringlichkeiten, kannst Du leichter reflektieren.

Schreibe dabei alles auf, was Dir in diesem Moment in den Sinn kommt. Du kannst Deine Erkenntnisse auch mit Kollegen, Deiner Mastermindgruppe oder Deinem Team teilen. 

3. Betrachte die Highlights des Jahres

Welche Höhepunkte hattest Du in diesem Jahr? Guck Dir dafür unterschiedliche Bereiche an, wie z.B.: 

  • Kunden, Geschäftspartner, Kooperationen
  • Neue Chancen, Angebote, Projekte
  • Events, Weiterbildungen
  • Marketingaktionen
  • Auszeichnungen oder Veröffentlichungen
  • Private Bereiche

Nun schnappe Dir Deinen Kalender oder auch Notizbücher und vergleiche. Du wirst überrascht sein, was Du alles erreicht hast, was Dir gerade nicht eingefallen ist. 

Lasse diese Highlights vor Deinem inneren Auge revue passieren. Ja, Du darfst dabei lächeln, Dich freuen und stolz auf Dich sein. Genieße das Gefühl. 

4. Erkenne die besonderen Momente im Alltag – schätze Deine Leistung 

Sieh Dir an, was Du täglich geleistet hast. Oft warten wir darauf, dass andere uns Anerkennung schenken, Ob das ein positives Feedback ist oder auch die Likes, Shares und Kommentare in den Social Media Kanälen. Solange Du Deine eigene Leistung nicht wertschätzt und anerkennst, fehlt die Verbindung zu Dir. Das nährt Unzufriedenheit und trübt Deinen realistischen Blick. 

  • Wann hast Du Dich in diesem Jahr in Deinem Business voller Energie gefühlt und warst zufrieden?
  • Wo bist Du Deinen Werten treu geblieben? 
  • Wann warst Du im Flow und hast die Zeit um Dich herum vergessen?
  • Wann hast Du Deine Vorsätze und Routinen eingehalten? 
  • Wann hast Du entschlossen und konsequent Deine Pläne umgesetzt?
  • Was ist Dir spielen leicht von der Hand gegangen? 
  • Welche Aufgaben ziehst Du immer wieder vor, weil sie Dir richtig Spaß machen? Was war daran war leicht für Dich? 
  • Was würdest Du vermissen, wenn es nicht mehr da ist? Was würdest Du auf keinen Fall abgeben wollen? 

Nimm nichts als selbstverständlich. 

Ein Business führen, darin alle Bereich unter einen Hut zu bekommen und dann privat alles zu wuppen, dass ist eine Leistung. Du hast dieses Jahr richtig geleistet. Schätze das und erkenne es an. 

Deine Ansprüche und Erwartungen sind wahrscheinlich, wie bei vielen meiner Kunden, viel zu hoch. Du willst schnell vorankommen und noch Vieles erreichen. Das ist auch okay. Nur vergiss die kleinen, wichtigen Ereignisse nicht. Gerade die kleinen Erfolge und Verbesserungen übersehen ehrgeizige Menschen sehr gern. Ohne diese ist das große Ganze nicht möglich. 

5. Nutze Deine Wachstumsquellen  

Betrachte Dein persönliches Wachstum und das, Deines Unternehmens.
Schau Dir nun Deine Erfolge an.  Schreibe dabei alles auf, auch die kleinen Erfolge und Zwischenergebnisse. Wachstum ist ein Prozess. 

  • Was hat in diesem Jahr sehr gut funktioniert? Was davon möchtest Du weiterentwickeln?
  • Welche Momente im Business haben Dich beflügelt? 
  • Was hast Du getestet und gewagt? Was davon wirst Du weiterführen?
  • Welche Deiner Stärken hast Du richtig gut genutzt? Welche kannst Du noch besser einsetzen?
  • Welche Deiner Ziele für dieses Jahr hast Du erreicht? Was davon sind wichtige Meilensteine? 
  • Was war Deine beste Investition in diesem Jahr? 
  • Wie oder worin hast Du Dich persönlich weiterentwickelt? Was hast Du dadurch erreicht? 

6. Schätze Deine Beziehungen

Rückenstärkung durch ein gutes Netzwerk ist sehr wichtig. Deshalb sollten wir sie pflegen und schätzen. 

  • Welche Beziehungen zu Deinen Kunden, Deinen Partnern, Deiner Mastermindgruppe oder in Deinem Netzwerk waren besonders angenehm? 
  • Wer unterstützt Dich im Alltag? Wen hast Du unterstützt? 
  • Wer waren Deine wertvollsten Unterstützer in diesem Jahr? Was habt ihr zusammen getan?
  • Für welchen Kontakt bist Du besonders dankbar und warum?

7. Ziehe Energiebilanz – Deine Ressourcen

  • Was waren in diesem Jahr Deine Energiespender? Woraus ziehst Du Kraft?
    • Tätigkeiten oder Gedanken für Deine persönliche Leistungsfähigkeit, Konzentration und Dein Wohlbefinden?
    • Gedanken oder Tätigkeiten, die Dein Mindset beeinflussen?
    • Administrative und organisatorische Unterstützung, Tools, für Deine Effizienz und Produktivität
  • Welches waren Deine Energiefresser? Was raubt Dir Kraft?
    • Personen, Verhaltensweisen anderer, Situationen und Tätigkeiten, die Dir Energie nehmen und Dich bremsen.

8. Beschreibe Deine Lernfelder

Hinter jedem Fehler, jedem vermeintlichen Scheitern und hinter jedem nicht erreichten Ziel, steckt ein wichtiges Lernfeld. 

Da wo Schatten ist, da ist auch immer Licht. 

Dieser Teil ist fast Profiliga. Ich verspreche Dir, es funktioniert. Du kannst das. Am Anfang braucht es vielleicht etwas Übung. Doch bis hier hin hast Du Dich gut darauf vorbereitet. Außerdem hast Du Dich ja entscheiden, bewusst das Positive zu sehen und fühlen. 

Los geht’s. Welche Veränderungen, Überraschungen gab es, die Dir nicht gefallen haben? 

  • Welche Ziele hast Du nicht erreicht? 
  • Hast Du Dinge aufgeschoben und Dich dadurch gebremst, Deiner Vision näher zu kommen? Wenn ja wann, womit und warum? Wie kannst Du das zukünftig verhindern?
  • Hast Du Deine Zeit, Dein Geld und Deine Energie gut eingeteilt?
  • Was waren Deine Zeitfresser? Was kannst Du mit Deinen heutigen Wissen und Erkenntnissen tun, um diese zu eliminieren?
  • Wie viel Zeit hast Du mit unprofitablen, ineffektiven Dingen zugebracht, die Du hättest effektiver investieren können? 
  • Was hat noch nicht oder nicht mehr gut funktioniert? 
  • Hast Du irgendwann gegen Deine Werte gehandelt? 
  • Haben bestimmte Gewohnheiten zu übermäßigem, ziellosem Konsum geführt?
  • Worin würdest Du keine Zeit und kein Geld mehr investieren? Warum?

Ganz gleich, was Dir in diesem Jahr nicht gefallen hat: Es ist wie es ist. Ärgere Dich nicht darüber. Akzeptiere, dass es so ist und konzentriere Dich auf die Lernfelder. Bleibe bei einzelnen Punkten und ziehe daraus eine positive Erkenntnis. 

Nun betrachte Deine Antworten aus einer anderen Perspektive: 

  • Was hast Du daraus gelernt? Was kannst Du zukünftig anders machen?  

Bsp.1 Du hast Du einen guten Auftrag nicht bekommen. 

Daraus kannst Du z.B. mitnehmen, dass Du Dein Angebot klarer für den Kunden formulieren solltest, so dass der Nutzen deutlich wird. 

Bsp. 2 Du hast einige Ziele nicht erreicht, obwohl Du ambitioniert geplant hast. 

Letztlich fehlte Dir immer wieder notwendige Zeit. Daraus kannst Du lernen, dass Du Deine Planung und interne Struktur im Alltag so optimieren darfst, dass Du effizienter bist. 

Sprich vielleicht mit Partnern oder Deiner Mastermindgruppe. Diese sind emotional unbefangen und können Dir helfen, die andere Perspektive einzunehmen. Du hast auch die Möglichkeit mit mir drauf zu sehen. Nutze dazu den Strategiecheck

9. Fasse zusammen

Abschließend ziehe nun Deine Schlüsse daraus. Triff gern erste Entscheidungen. Das ist der ideale Übergang zu Deiner Jahresplanung. 

Welche Auswirkungen hatten Deine Highlights auf Dein Business, Dein Leben, Deine Vision?

Wie belohnst Du Dich für Deine Leistung und Deine Erfolge? 

Wachstum:

  • Was wirst Du im nächsten Jahr anders machen? Und wie sorgst Du dafür, dass Du das auch umsetzt?
  • Wie kannst Du Deine Zeitplanung und Gewohnheiten verändern, dass Du im nächsten Jahr effizienter wirst?

Ballast abwerfen: 

  • Was beschließt Du, aufgrund Deiner Erfahrungen in diesem Jahr, nächstes Jahr nicht mehr zu tun? 
  • Was wirst Du loslassen, um leichter voranzukommen?

Betrachte dabei Deine Gewohnheiten, Denkmuster, Aufgaben, Angebote, Partner, Kunden.

Ausblick auf das neue Jahr

  • Welche Ziele verfolgst Du weiter, um mit Dir zufrieden zu sein und Deiner Vision näher zu kommen?
  • Welche eine Sache kannst Du im nächsten Jahr fokussieren, um leichter, besser oder schneller voranzukommen?

Dein Jahresrückblick hilft Dir – weit über die Zahlen hinaus – alle großen und kleinen Erfolge und Ereignisse des Jahres zu sehen. Das löst eine Kettenreaktion aus: Fühlst Du Dich gut, dann verhältst Du Dich anders. Dies fördert neue positive Erlebnisse, die Deine positiven Erwartungen bestätigen. Dadurch löst Du wieder positive Gefühle aus usw. 
Deine Erkenntnisse aus dem Jahresrückblick sind der Start für Deine Jahresplanung. Brauchst Du Unterstützung bei Deiner Jahresplanung, dann schau Dir diesen Workshop an.

Quellen: Titelfoto: Scott Webb auf Unsplash.com

Hi, ich bin Anke Lambrecht, Business-Strategin und unterstütze Unternehmer dabei, mehr Fokus für ihr Unternehmen zu schaffen. Als Sparringspartnerin bin ich an ihrer Seite, damit sie bessere Ergebnisse erreichen, gleichzeitig weniger Zeit in ihrem Business verbringen und mit dem Business eine größere Wirkung erzielen.

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