Wachstumsstrategie: Mit welchem Mindset stehst Du Dir im Weg?

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Einer meiner Kunden tüftelte oft nächtelang an seiner Strategie. Pläne hatte er genug. Nur kam er nicht zu Potte. Abgesehen davon, dass er Geld ausgab und wenig schlief, kam er kein Stück voran. Entwicklung und Wachstum Fehlanzeige.

Dabei legte er sich keineswegs auf die faule Haut: Er las ein viele Bücher und besuchte zig Kurse. Er investierte in die neuesten technischen Spielereien. Den ganzen Tag war er beschäftigt. Von außen beobachtet, legte er sich richtig ins Zeug.

Wo war das Problem?

Die investierte seine Zeit für die falschen Dinge. Er stand auf der Bremse. Es gab immer einen Grund, warum etwas nicht funktionierte, schlecht oder zu risikoreich war. Um Ausreden war er nicht verlegen. Fast jede Idee oder Lösungsansatz, den wir erarbeiteten, schoss er mit den Worten ins Aus: “Das funktioniert in meinem Business, mit meinen Kunden nicht.” Stattdessen ein Gejammer über die zahlreiche Konkurrenz und das andere durch mehr Personal und Zeit ohnehin viel schneller sind als er. Bei jeden Versuch, etwas Neues zu testen, präsentierte er alle möglichen Fehlschläge.

Unternehmer mit einer solchen Einstellung sind Verwalter. Keine Unternehmer.

Strategie ist immer Versuch und Irrtum

Unternehmer heißt für mich etwas unternehmen. Das Steuer aktiv in die Hand nehmen. Es gibt keine 100% Garantie für die Strategie. Die Zukunft kannst Du nicht vorhersagen. Du kannst Dir einen Plan zurechtlegen und dann testest Du Deine Ideen. Experimentiere, sammle Erfahrungen und dann justiere neu. Immer wieder. Mutig sein, das macht ein eigenes Business aus.

Viele wollen ihre eigenen Regeln machen. Sie lieben es, keinen Chef über sich zu haben. Gleichzeitig wollen sie es einfach haben:  “Wasch mich, aber mach mich nicht nass.”

Das funktioniert nicht. Mit der Haltung bremst Du Dich.

Es gibt noch viele Solo-Unternehmer, die in der Hauptrolle Bedenkenträger sind. Sie verlagern die Verantwortung für eine Situation auf äußere Umstände. Sie sind Opfer.

Gestalter oder Opfer – Du entscheidest

Theoretisch wissen viele, was sie praktisch tun können. Sie tun es nicht, weil sie

  1. glauben, dass sie ohnehin nichts ändern können, weil sie zu klein sind, zu wenig Einfluss haben
  2. Veränderung als etwas Bedrohliches sehen. Sie halten am Status fest.
  3. Sich durch negatives Denken auf den Mangel fokussieren

Mangeldenken ist einfach und bequem.

Diese Bremse zu lösen, gelingt, wenn Deine Einstellung nützlich ist: Optimistisch und mit Leidenschaft gehst Du an die ganze Sache.  Du siehst Möglichkeiten und Chancen.

Entwicklung und Wachstum beginnen bei Deinem Mindset

Du hast eine Mission. Deine Vision ist klar. Dann schärfe Deinen Fokus. Die entscheidende Frage ist:

WIE kann ich es schaffen?

Fragen wie: Wird es funktionieren? Was kann schief gehen? etc. locken Dich auf eine falsche Fährte. Du machst Dich zum Opfer der Umstände und drehst Dich im Kreis.
In Gedanken spielst Du es immer wieder durch. Du feilst weiter an Deiner Strategie. Manchmal bist Du genervt, weil noch keine Lösung in Sicht ist. Du zweifelst vielleicht auch. Das ist völlig normal. Eine Lösung auf dem Silbertablett. Jemand der an die Tür klopf und Dir den perfekten Weg aufzeigt. Das wäre einfach.

Der perfekte, einfache, bequeme Weg.

Es. Gibt. Ihn.Nicht.

Routine ist bequem und bremst

Jeder, wirklich jeder hat einen Punkt an dem er sich selbst im Weg steht. Das hat rein gar nichts mit Schwäche oder Unfähigkeit zu tun.

So wie Du routinemäßig an Deine Aufgaben gehst, ist es total bequem für das Gehirn. Du spielst einfach das Programm ab, was in der Regel gut funktioniert. Dann verändert sich etwas am Markt, in Deinem Netzwerk, bei Deinen Kunden oder in Deinem Leben. Es taucht plötzlich etwas auf, was neu oder anders ist. Und schon kommst Du mit Deinem alten Programm nicht mehr weiter. Es wird langsamer und kann die vielen neuen Daten nicht mehr verarbeiten. Entweder brauchst Du ein Update oder komplett ein neues Programm.

Ich merke das immer dann, wenn ich meine Komfortzone verlasse. Ich betrete unbekanntes Terrain. Neuland mag das Gehirn gar nicht. Getarnt als Teufelchen auf meiner Schulter, meckert und mosert es, dass ich doch bitte am Gewohnten festhalten soll. Es hat viele Gründe parat, warum dieser Weg nicht funktionieren kann. Dabei stellt es sich wirklich clever an: Es verursacht Bauchgrummeln, schlaflose Nächte, Zweifel und sorgt sogar dafür, dass ich aus Angst zu versagen, gar nicht erst loslege.

Gebe ich mich dem einfach hin, dann stehe ich mir selbst im Weg. Will ich mein Business weiter entwickeln, dann brauche ich andere Perspektiven. Deshalb nehme ich regelmäßig die Adlerperspektive ein: Ich schaue mir mein Treiben von oben an. Dabei hinterfrage ich meine Strategie, meine Haltung und meine Routinen. Dadurch lassen sich Denkfallen und andere Bremsen erkennen. Na klar, muss man dafür den Hintern zusammenkneifen und ehrlich zu sich selbst sein. Siehst Du genau hin, dann erkennst Du, ob Du Dir selbst im Weg stehst. Du kannst letztlich immer noch entscheiden:

Wenn das die Lösung ist, dann will ich mein Problem zurück.

Leicht oder einfach –  beides gleichzeitig geht nicht

Diese Entscheidung kannst nur Du treffen!
Niemand sagt, dass es einfach ist ein Business zu führen. Es ist sogar viel einfacher, Gründe aufzuzählen und die Verantwortung bei anderen zu suchen. Doch Dein Business wird dadurch nicht leichter. Es wird sich kaum entwickeln. Willst Du mit Deinem Business ernsthaft etwas bewegen?

Bist Du tatsächlich bereit, dafür alles in Bewegung zu setzen und wie ein Löwe dafür zu kämpfen?

Dann prüfe Deine Einstellung. Dein Mindset ist ein riesen Hebel.

Betrachte es mal so: Es ist ähnlich wie beim Joggen:
Fest entschlossen willst Du Deine Fitness verbessern. Deine Wahl trifft auf das Joggen. Dann läufst motiviert los. Deine Atmung wird schneller. Du fängst irgendwann an zu schwitzen. Die Muskeln brennen. Plötzlich siehst Du das Ziel nicht mehr, die Strecke scheint kein Ende zu nehmen. Andere überholen Dich. Du willst hinter her. Dann hast Du das Gefühl gleich geht nichts mehr. Es kommt der Moment an dem Du Dich fragst, warum Du überhaupt losgelaufen bist. Du läufst weiter, immer weiter, weil es gerade keine Abkürzung gibt. Aufgeben willst Du nicht. Du besinnst Dich auf Dein eigentliches Vorhaben, Deine Fitness. Der Weg wird nebensächlich. Plötzlich legt sich ein Hebel um: Du atmest tief ein. Deine Beine werden leichter. Dein Kopf ist frei. Auf einmal hörst Du die Vögel zwitschern, siehst die Gräser am Wegesrand, die Sonnenstrahlen kitzeln Dich. Und Du läufst. Du bist Dir sicher, dass Du den Rest der Strecke schaffst. Dann kommst Du an, fühlst Dich wie neu geboren. Du bist stolz darauf, losgelaufen zu sein. 

Genau hier erkennst Du:
Den größten Kampf kämpfst Du nicht gegen den Wettbewerb oder Märkte: Du kämpfst gegen Dich selbst.

Höre auf Gründe zu erfinden. Baue  Wege.
Fokussiere, was Dich Deinen Zielen näher bringt. 

Beitrag zuletzt bearbeitet: April 2019

Quellen: Titelbild: unsplash.com

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Start: 9.9.2019