5 Tipps, um Deine Konzentration in Rekordzeit zu steigern

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Du sitzt am Schreibtisch und bist fest entschlossen Deine ToDo-Liste heute abzuarbeiten. Plötzlich klingelt das Telefon. Jemand hat nur mal schnell eine Frage. Das Mailpostfach piepst oder irgendein SocialMedia Kanal will Deine Aufmerksamkeit. lenken Dich immer wieder ab. Dann verschaffst Du Dir endlich Ruhe. Dann bringen Dich die Gedanken an ein anderes Projekt wieder aus dem Konzept. Das kostet Nerven und wertvolle Zeit.

Konzentriert arbeiten lässt sich lernen. Willst Du produktiv sein, dann ist es nützlich, wenn lernst konzentriert zu arbeiten und Deine Konzentration zu trainieren. Dieser Artikel liefert Dir fünf Aspekte, die Dir helfen, konzentriert an Deinen Aufgaben zu arbeiten:

  1. Leistungskurve nutzen
  2. Aufmerksamkeit lenken
  3. Minipausen nutzen
  4. Überblick behalten
  5. Freiraum schaffen

Was ist Konzentration?

Konzentration ist die Fähigkeit, Deine ungeteilte Aufmerksamkeit auf ein und dieselbe Sache, ein Objekt, eine Tätigkeit oder einen Denkvorgang zu lenken. Du fokussierst ein Ziel. Konzentriert arbeiten heißt, dass Du Einflüsse aus der Umgebung ausschaltest. Stelle Dir vor, Du richtest das Objektiv einer Kamera auf ein bestimmtes Objekt. Das was Du sehen willst stellst Du scharf.

Konzentriert arbeiten ist keine Frage der reinen Willenskraft

Du wirst oft von etwas abgelenkt, was dringend zu sein scheint. Die Wenigsten prüfen, ob diese Störungen gerade wirklich ihre Aufmerksamkeit verdient haben. Du fühlst Dich vielleicht zu diesen Dinge hingezogen. Sofort reagierst Du und erledigst es. Dabei sind diese Dinge selten weder dringend noch wichtig.

Einen Haken gibt es noch: Auch wenn Du die wichtigsten Aufgaben gefunden hast, funktioniert konzentriert arbeiten nicht auf Knopfdruck. Es gibt dafür keine Wunderpille.  Die Konzentrationsfähigkeit ist keine absolute Fähigkeit, die Du einfach hast oder eben auch nicht.

9 Fakten über konzentriertes Arbeiten

  • Unser Gehirn reagiert vor allem auf äußere Reize. Je mehr davon auf Dich einprasseln, desto weniger weiß Dein Gehirn was jetzt gerade wichtig ist. Es muss alle diese Einflüsse verarbeiten.
  • Selbst dann, wenn Du Dich voll und ganz auf nur eine Aufgabe konzentrierst, kann Dein Gehirn die Aufmerksamkeit nur ca. 20 Minuten halten.
  • Stress, Sorgen und Unterbrechungen führen zu Konzentrationsschwierigkeiten.
  • Dein Arbeitsplatz beeinflusst Deine geistige Leistungsfähigkeit. Dazu zählt u.A. die Beleuchtung, Deine Sitzposition und die Belüftung des Raums indem Du arbeitest.
  • Eine flexible Organisation Deiner Arbeit mit ausreichend Pausen steigert Deine Konzentration.
  • Je interessanter und motivierter eine Situation, Aufgabe oder Gegenstand ist, desto leichter kannst Du Dich konzentrieren.
  • Bewegung, Ernährung und Schlaf beeinflussen die Konzentration.
  • Konzentration hat nichts mit Intelligenz zu tun. Sie ist kein von Natur aus gegebener Zustand, sondern eine geistige Anstrengung.
  • Konzentration braucht Übung

Allem voran steht dabei

  1. Verschaffe Dir Klarheit: Was ist Dein Ziel?
  2. Entwickle Deine Struktur: Wie gehst Du vor, um das Ziel zu erreichen?
  3. Beachte Deine Ressourcen: Wieviel Zeit und Energie stehen Dir zur Verfügung?

Hast Du diese Punkte geklärt, dann gibt es noch einen Haken: Konzentration kannst Du nicht durch bloßen Willen erreichen. Es gibt keine Instantlösung, funktioniert nicht auf Knopfdruck. Die Konzentrationsfähigkeit ist keine absolute Fähigkeit, die Du einfach hast oder eben auch nicht.

 

Konzentriert arbeiten

Die einzelnen Punkte kennst Du vielleicht. Die Königsklasse liegt darin, diese Punkte zusammenzufügen und vor allem zu nutzen. Frage Dich: Was kann ich heute daraus mitnehmen oder besser nutzen?

Wir gehen diese 5 Punkte durch. Knüpfe die Enden des roten Fadens zusammen, so dass Du die Inhalte ich in Deinen Alltag integrieren kannst.

1. Leistungskurve nutzen

 

Leistung bringst Du nur, wenn Du genug Energie hast. Es ist ganz natürlich, dass Deine Leistungskurve über den Tag abnimmt. Am Vormittag bist Du wacher als am frühen Nachmittag. Ein Leistungstief liegt bei mir zwischen 15:00 Uhr und 16:00 Uhr. Lange habe ich versucht dagegen zu arbeiten – es ist sinnlos. Hinzukommt, dass konzentriert arbeiten viel Energie verlangt. Je mehr Energie meine Projekte verschlingen, desto stärker spüre ich dies in meiner Leistungskurve. Lerne Deine Leistungskurve kennen, dann fällt es Dir leicht Aufgaben, die viel Konzentration verlangen, in Dein Tageshoch zu legen.

 

2. Aufmerksamkeit lenken

Indem Du konzentriert arbeitest hältst Du Deine Aufmerksamkeit auf einem hohen Level. Die Aufmerksamkeit auf die eine Aufgabe zu richten, kann eine Herausforderung sein. Es ist aber möglich! 🙂 Hier tritt wieder die Frage nach dem Fokus in den Vordergrund.Alles auf einmal erledigen zu wollen schafft nur Chaos im Kopf. Setze Prioritäten:

  • Was ist gerade wichtig und dringend?
  • Was musst Du jetzt erledigen?

In dem Du Deine Aufmerksamkeit lenkst, heißt das, dass Du Deine Gedanken steuerst. Gedanken an das Projekt von morgen bringen Dich jetzt nicht weiter. Versuche immer wieder, diese störenden Gedanken beiseite zu lassen. Fokussiere Dich dann wieder auf Deine momentane Aufgabe.

Techniken wie das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung helfen Dir, Deine Aufmerksamkeit und Konzentration zu trainieren.

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3. Minipausen nutzen

Plötzlich wirst Du langsamer. Fehler schleichen sich ein.  Der Kopf fühlt sich dumpf an. Arbeitest Du hier weiter und versuchst einfach noch schneller zu sein, um fertig zu werden? Am Ende  bist Du unzufrieden, weil Du keine oder unvollständige Ergebnisse hast.

Nimm Dir bewusst eine kurze, aber effektive Erholungspause.
Es kommt nicht auf die Dauer der Pause an, sondern auf die Qualität. In dem Du einfach nur den Aufgabentyp wechselst ist das keine Pause. Während Du die Mails liest, nebenbei etwas zu essen,  ist vielleicht verlockend, weil Du glaubst dadurch Zeit zu sparen. Doch das holt Dich schnell wieder ein.

Kurze Pausen

  1. Wechsle zwischendurch den Ort. Stehe vom Schreibtisch auf.
  2. Nutze das Powernapping. Es ist eine weitere Methode gedanklich abzuschalten. Du gönnst  Deinem Kopf eine Pause.
  3. Bewege Dich – Bringe Bewegung in Deinen Alltag.
    Wie viele Stunden am Tag sitzt Du?
    Langes Sitzen und stundenlanges Anstarren des Computers führt dazu, dass Du Deinen Körper nicht mehr richtig spürst. Deine Muskeln haben kaum etwas zu tun. Im Oberstübchen kommt keine Rückmeldung an. Gleichzeitig hat sich Energie im Körper angestaut, die nicht abgebaut werden kann. Dein Körper hat dann mit dem Energieüberschuss zu kämpfen und Du kannst Dich nicht gut konzentrieren.
    Bewegung baut Energie ab und sorgt für einen Ausgleich.
    Gehe zwischendurch ein paar Schritte. Ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause darf es auch sein. Arbeite im Stehen. Weitere Tipps für mehr Bewegung bekommst Du hier.

Die Progressive Muskelentspannung lässt sich ideal in den Alltag integrieren. Sie können sich damit eine kurze, effektive Pause gönnen und trainieren Ihre Konzentration und Körperwahrnehmung.

 

4. Überblick behalten

Mache es Dir einfacher konzentriert zu arbeiten,  in dem Du Dich von optischem Ballast befreist. Entferne alles von Deinem Schreibtisch, was Du gerade nicht für Deine Aufgabe benötigst. Auch auf Deinem Computer sind alle Programme geschlossen, die Dich ablenken könnten.

Sich dauerhaft nur auf eine Aufgabe zu konzentrieren ist nicht Sinn der Sache. Du brauchst natürlich einen Überblick über all’ Deine Aufgaben. Prüfen Deine Planungs- und Organisationstools. Sind diese übersichtlich genug? Kannst Du damit effektiv arbeiten?

Es gibt Tools, die rauben mehr Aufmerksamkeit, als das sie die Arbeit erleichtern. Wenn Du Dich mehr mit dem Tool, als mit dem Inhalt beschäftigst, dann lenkt Dich das unnötig ab. Berücksichtige auch Deinen persönlichen Spaßfaktor. Du hast Deine eigene Arbeitsweise und weißt, womit Du am Besten arbeiten kannst. Das Design muss für mich zum Beispiel klar, minimalistisch und farblich ansprechend sein. Für bestimmte Aufgaben nutze ich lieber Papier und Stift oder eine Pinnwand als ein Programm auf dem PC. Wie ist das bei Dir?

5. Freiraum schaffen

Du kannst nicht alles auslagern oder delegieren. Also brauchst Du Freiraum für Deine Aufgaben.

Schaffe Dir eine unterbrechungsfreie Zone, eine Stille Stunde als Zeitfester in dem Du ungestört arbeiten kannst. Das kann eine Stunde oder 30 Minuten am Tag sein. Hier schaltest Du alle unnötigen Kanäle auf dem Rechner aus, das Handy ist im Flugmodus und informieren auch Kollegen über Ihre Stille Stunde. Sie arbeiten im Team? Dann testen Sie eine Stille Stunde für das ganze Team. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit werden Sie schnell merken, dass alle davon profitieren.

Andere Informieren – geht nicht? Geht wohl. Dazu gehört es, dass Sie sich abgrenzen und nein sagen können. Es muss ja kein absolutes nein sein. Ein Kompromiss oder eine Verschiebung auf später – alles das ist möglich. Mit einem Nein zu anderen sagen Sie ja zu sich und Ihren Prioritäten.

Überlegen Sie sich, bevor Sie ja sagen, welchen Preis Sie dafür zahlen: Geht Ihnen wichtige Zeit verloren? Geraten Sie unter Druck, weil Ihre Planung durcheinander gerät usw. Dann fragen Sie, ob Sie das wirklich wollen.

 

Fazit

Konzentriert arbeiten ist kein Hexenwerk, will aber trainiert sein.

Fügen alle Aspekte für Dich zusammen. (Mehr Tipps, wie Du konzentriert bleibst und produktiver  arbeitest, bekommen Du in diesem kostenlosen Emailkurs.)

Programme können ein Bonus sein, der es Dir leichter macht Deine Aufgaben zu erledigen. Doch hat Dein Gehirn keine Kapazitäten, wird Dich kein Tool weiter bringen. Mit klarem Kopf gelingt es Dir leicht, Dich auf die wichtigen Aufgaben zu konzentrieren.

 

Bildquellen: Titelbild Kobu Agency unsplash.com

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